Effektive Mikroorganismen in der Baumpflege – so stärkst du deine Gehölze nachhaltig

Wusstest du, dass in jedem Gramm Erde rund um Pflanzenwurzeln bis zu 10 Milliarden Mikroben leben können? Diese winzigen EM Mikroorganismen spielen eine entscheidende Rolle für die Gesundheit deiner Bäume und Sträucher.
Effektive Mikroorganismen stärken die natürlichen Abwehrkräfte der Gehölze und sorgen für eine nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität. Bei längeren Hitzeperioden können Bäume und Sträucher mit EM ihren Wasserhaushalt besser regulieren, entwickeln stärkere Wurzeln und bringen gleichmässigere, geschmackvollere Früchte hervor. Zudem werden Effektive Mikroorganismen beispielsweise durch Blattspritzungen oder regelmässiges Giessen dem Boden zugeführt und fördern dadurch gesündere Pflanzen sowie höhere Ernteerträge im Garten.
Die Anwendung von EM Mikroorganismen ist nicht nur wirksam, sondern auch umweltschonend. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Effektiven Mikroorganismen deine Bäume und Sträucher nachhaltig stärken kannst, welche Vorteile sie bieten und wie du sie richtig anwendest.
Was sind Effektive Mikroorganismen?
Effektive Mikroorganismen (EM) haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend Aufmerksamkeit in der nachhaltigen Gartenpflege erhalten. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?
Definition und Ursprung von EM
Der Begriff “Effektive Mikroorganismen” wurde Mitte der 1980er Jahre vom japanischen Professor für Gartenbau Teruo Higa geprägt. Er entwickelte diese Mikroorganismen-Mischung an der Universität Ryūkyū in Japan. Tatsächlich handelt es sich bei EM um kommerzielle Mischungen aus verschiedenen, universell vorkommenden aeroben und anaeroben Mikroorganismen, die ursprünglich aus der Lebensmittelindustrie stammen.
Higa stellte die Hypothese auf, dass im Boden zwischen positiven (aufbauenden/regenerativen), negativen (abbauenden/degenerativen) sowie opportunistischen Mikroben unterschieden werden kann. Nach dieser Theorie könnte die Zugabe von relativ wenigen regenerativen Mikroorganismen ein insgesamt günstiges Milieu schaffen, welches die Nährstoffe im Boden besser nutzbar macht.
Allerdings ist zu beachten, dass unabhängige wissenschaftliche Studien die beworbenen Wirkungen bisher nicht eindeutig bestätigen konnten. Die Bezeichnungen “Effective Microorganisms” und “EM” sind zudem registrierte Warenmarken der EM Research Organization, Inc. (EMRO) mit Sitz in Uruma in Okinawa, Japan.
Welche Mikroben sind enthalten?
Die in EM-Produkten enthaltenen Mikroorganismen-Mischungen bestehen hauptsächlich aus:
- Purpurbakterien: wie Rhodopseudomona palustris und Rhodobacter spaeroides
- Milchsäurebakterien: darunter Lactobacillus plantarum, Lactobacillus casei und Streptococcus lactis
- Hefepilze: beispielsweise Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe) und Candida utilis
- Schimmelpilze: wie Aspergillus oryzae und Mucor hiemalis
- Strahlenbakterien: wie Streptomyces albus und Streptomyces griseus
Diese Mikroorganismen werden zunächst in Kulturen vermehrt, dann in einer Nährlösung bei einem pH-Wert von 3,5 bis 3,8 vermischt und schliesslich als Impflösung verkauft. Der Fermentationsprozess spielt dabei eine wichtige Rolle, da er die Wirkung der Mikroorganismen optimieren soll. Als Nährlösung wird meist Zuckerrohrmelasse verwendet.
Darüber hinaus produzieren diese Mikroorganismen energiereiche, von anderen Lebewesen leicht verwertbare Stoffe wie organische Säuren, Alkohole, Zucker und Aminosäuren sowie bioaktive Substanzen und Antioxidantien.
Unterschied zu schädlichen Mikroorganismen
Der grundlegende Unterschied liegt im sogenannten Dominanzprinzip. Während schädliche Mikroorganismen Fäulnisprozesse fördern, arbeiten EM nach dem Prinzip der Förderung der Konkurrenz- und Gegenspieleraktivitäten.
Die Gemeinschaft aller Mikroorganismen lässt sich grob in drei Gruppen einteilen:
- Aufbauende Mikroorganismen
- Abbauende und fäulniserregende Mikroorganismen
- Neutrale, opportunistische Mikroorganismen (Mitläufer)
EM unterstützen die vorhandenen aufbauenden Organismen und regen sie zur Vermehrung an. Folglich schliessen sich die neutralen Mikroorganismen, die etwa 80% aller Mikroben ausmachen, den positiven an und verstärken die aufbauenden Vorgänge. Durch diesen Prozess werden abbauende Organismen verdrängt und ein gesundes Milieu kann wieder hergestellt werden.
Bei der Anwendung von EM wird nichts bekämpft oder unterbunden, sondern das vorhandene Milieu so beeinflusst, dass aufbauende und regenerative Prozesse möglich werden. Sie tragen somit zur Gesundheit der Umwelt bei, indem sie förderliche Mikroben dominieren lassen und Fäulnisprozesse reduzieren. Besonders bemerkenswert ist, dass bei den Umwandlungsprozessen keine schädlichen Nebenprodukte wie Toxine, Ammoniak oder Schwefelwasserstoff entstehen. Zum Shop geht es hier entlang https://www.em-schweiz.ch/em-garten-pflanzenwelt-baum-strauchbehandlung
Wie EM auf Bäume und Sträucher wirken
Die Wirkung von Effektiven Mikroorganismen auf Bäume und Sträucher ist vielfältig und tiefgreifend. Besonders Gehölze profitieren langfristig von der regelmässigen Anwendung dieser mikrobiellen Helfer. Betrachten wir die wichtigsten Wirkungsmechanismen genauer.
Stärkung des Immunsystems der Pflanzen
Effektive Mikroorganismen unterstützen das natürliche Abwehrsystem von Bäumen und Sträuchern auf mehreren Ebenen. Durch regelmässiges Giessen mit EM-Lösungen wird die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen deutlich erhöht. Tatsächlich berichten Gärtner von kräftigeren Pflanzen, grösseren Blüten und einer besonderen Atmosphäre im Garten.
Die EM-Mikroorganismen schaffen ein dominantes, gesundes Milieu im Boden und auf der Pflanze. Dadurch wird die Vermehrung schädlicher Pilze und Viren gehemmt, was wiederum die Belastung durch Pflanzenkrankheiten verringert. Ausserdem verbessern EM die Qualität des Bodens dauerhaft, wodurch Nährstoffe besser von den Pflanzen aufgenommen werden können.
Ein besonders interessanter Effekt: Mit EM behandelte Pflanzen werden nachweislich resistenter gegenüber Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte und Frost. Dies macht sie insgesamt robuster und weniger anfällig für Stresssituationen, was besonders in Zeiten des Klimawandels wichtig ist.
Förderung von Wurzel- und Blattwachstum
EM wirken besonders positiv auf das Wurzelwachstum. Sie fördern durch die Produktion von natürlichen Pflanzenhormonen und Enzymen die Wurzelbildung und verbessern dadurch die Nährstoffaufnahme. Dies führt zu kräftigeren Pflanzen, die widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und anderen Stressfaktoren sind.
Gesunde, aktive Pflanzenwurzeln setzen mehr Zucker und organische Substanzen (Exsudate) frei. Diese dienen wiederum als Nahrung für die Bodenmikroorganismen und fördern den Humusaufbau. Ein faszinierender Prozess ist dabei die sogenannte Rhizophagie: Pflanzen können Bakterien sogar “fressen”, um sich deren Dienstleistungen einzuverleiben. Dieser Vorgang findet meist nahe der Wurzelspitze statt, wo Bakterien von der Pflanze eingehüllt und in die wachsende Wurzel integriert werden.
Gleichzeitig regen die Bakterien die Wurzeln zum Wachstum an und werden an der Wurzelspitze wieder in den Boden zurückgedrückt – ein natürlicher Kreislauf, der das Wachstum fördert. Für diesen symbiotischen Austausch ist allerdings eine ausreichende Anzahl aktiver Bodenmikroben nötig.
Bei den oberirdischen Pflanzenteilen verbessern EM ebenfalls die Blattstruktur und machen sie widerstandsfähiger gegen schädliche Einflüsse. Zudem führt die Anwendung von EM zu einem gleichmässigen Wachstum der Früchte und einer Geschmacksintensivierung.
Schutz vor Pilzen und Schädlingen
EM bieten einen natürlichen Schutz vor Pilzkrankheiten und Schädlingen. Die nützlichen Mikroorganismen konkurrieren mit pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen um Nährstoffe und Lebensraum, wodurch die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingspopulationen reduziert wird.
Besonders wichtig: EM wirken als Platzhalter auf dem Blatt und schützen dadurch vor eindringenden Krankheitserregern oder Pilzen. Kräftige Blätter mit einer Besiedelung aus Effektiven Mikroorganismen wirken weniger attraktiv auf Läuse, Käfer und Schnecken, die sich lieber auf weiche, bereits geschwächte Pflanzenteile stürzen.
Bei Befall durch die Miniermotte beispielsweise hat sich folgendes Vorgehen bewährt:
- Alle ein bis zwei Wochen den Traufbereich mit einer 1:50 EM-Lösung giessen
- Gleichzeitig den Stamm und den unteren Kronenbereich mit dieser Lösung einsprühen
- Ab Ende Mai den Kronenbereich so hoch wie möglich mit der EM-Lösung besprühen
Für einen umfassenden Schutz vor Baumkrankheiten empfiehlt es sich, die Bäume vor, während und nach der Blüte mit EM zu besprühen – insgesamt dreimal im Abstand von je fünf Tagen. Die Anwendung sollte dabei nicht bei praller Sonne erfolgen, sondern morgens oder abends.
Interessanterweise zeigen Versuche mit EM an Kirschbäumen, dass sie gegen die Schrotschuss-Krankheit genauso wirksam sein können wie konventionelle Pflanzenschutzmittel. Darüber hinaus bleiben mit EM behandelte Blätter länger grün und zeigen eine verzögerte Herbstverfärbung, was auf eine generell verbesserte Pflanzengesundheit hindeutet.

Anwendung von EM in der Baumpflege
Die praktische Anwendung von EM Mikroorganismen bei der Baumpflege umfasst verschiedene Methoden, die auf unterschiedliche Pflanzenteile abzielen. Jede Technik hat ihre spezifischen Vorteile und unterstützt den Baum oder Strauch auf andere Weise.
Blattspritzung und Giessanwendung
Bei der Blattspritzung werden die EM Mikroorganismen direkt auf die Oberfläche der Blätter gesprüht, wodurch ein gesundes Milieu entsteht, das von Krankheitserregern gemieden wird. Für eine effektive Blattsprühlösung mischt man etwa 20-30 ml EM-Aktivator oder Pflanzenfit pro Liter Wasser. Diese Lösung wird gleichmässig auf Blattober- und unterseiten verteilt, vorzugsweise am frühen Morgen oder späten Abend, niemals bei praller Sonne.
Beim Giessen mit EM-Lösungen wird das Wurzelwerk gestärkt. Besonders wirksam ist die Kombination aus Boden- und Blattbehandlung. Für eine Giessanwendung empfiehlt sich eine Mischung aus 20-30 ml EM-Aktivator pro Liter Wasser, die hauptsächlich im Traufbereich des Baumes ausgebracht wird. Diese Methode verbessert die Wasseraufnahme und fördert ein gesundes Wurzelwachstum.
Stammpflege mit EM-Pasten
Für die Wundversorgung nach Schnittmassnahmen oder bei Verletzungen sind EM-Pasten besonders wirksam. Eine einfache EM-Wundpaste besteht aus:
- 130 g EM Super-Cera C Pulver
- 70 ml EM Garten- und Bodenaktivator oder Pflanzenfit
Diese Komponenten werden zu einer cremigen Paste verrührt und mit einem Pinsel auf die Schnittstellen aufgetragen. Die Paste schützt vor Parasitenbefall, unterdrückt Schädlinge sowie Sporen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen äussere Einflüsse.
Alternativ können auch andere Rezepturen verwendet werden, beispielsweise:
- 2 Joghurtbecher Urgesteinsmehl
- 1 Joghurtbecher EM Keramik Pulver
- 5 ml Pflanzenfit
- 1 Joghurtbecher Boden-Aktivator
- 1 Esslöffel Sonnenblumen- oder Olivenöl
Die Zugabe von Öl sorgt dafür, dass die Paste auch bei Regen besser haften bleibt.
Bodenbehandlung mit EM-Kompost
Die Bodenbehandlung stellt eine Grundlage für gesunde Gehölze dar. Mit EM aufbereiteter Kompost ist energiereicher, nährstoffreicher und vitalstoffhaltiger als herkömmlicher Kompost. Für eine optimale Bodenbehandlung empfiehlt sich:
Zunächst etwa 150 g Bokashi oder EM-Kompost pro m² unter dem Baum verteilen, vor allem im Traufbereich. Danach mit einer EM-Lösung (20-30 ml je Liter Wasser) giessen. Diese Kombination verbessert die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen und fördert ein aktives Bodenleben.
Besonders effektiv ist die Behandlung mit fermentiertem Mist oder mit EM angereichertem Mulch. Folglich wird das Bodenleben aktiviert, was wiederum das natürliche Immunsystem des Baumes stärkt.
Wann und wie oft anwenden?
Die richtige Zeitplanung ist entscheidend für den Erfolg mit EM Mikroorganismen. Bei stark geschwächten Bäumen sollte das Giessen alle 4-6 Wochen von April bis September wiederholt werden. Für Blattspritzungen eignen sich besonders die Zeiträume vor und nach der Blüte in frostfreien Perioden.
Darüber hinaus ist es ratsam, die Spritzanwendung alle 3-4 Wochen zu wiederholen, um ein dauerhaft gesundes Milieu zu etablieren. Bei starkem Schädlingsbefall kann die Behandlung auf wöchentliche Anwendungen intensiviert werden.
Für neu gepflanzte Bäume empfiehlt sich eine besondere Behandlung: Wurzelballen vor dem Einpflanzen etwa eine halbe Stunde in einer 2%igen EM-Lösung wässern und dem Bodenaushub 5% EM-Kompost beimischen. Nach dem Einpflanzen nochmals mit der EM-Lösung angiessen und dies nach 14 Tagen wiederholen.
Vorteile für Boden und Umwelt
Der Einsatz von EM bringt weitreichende Vorteile für das gesamte Ökosystem mit sich. Neben der direkten Wirkung auf Pflanzen verändern Effektive Mikroorganismen auch grundlegend die Beschaffenheit des Bodens und tragen zu einer gesünderen Umwelt bei.
Verbesserung der Bodenstruktur
Effektive Mikroorganismen fördern nachweislich die Bildung einer lockeren und luftigen Bodenstruktur. Die durch EM produzierten Polysaccharide und andere biochemische Substanzen unterstützen die Entstehung stabiler Bodenaggregate, die eine gesunde Bodenumgebung schaffen. Diese “Aggregation” sorgt dafür, dass Nährstoffe besser im Boden gehalten werden und das Bodenleben stabiler wird.
Greift man in einen mit EM behandelten Boden, fühlt sich die Erde spürbar luftiger und weicher an. Ausserdem ist die Anzahl der Regenwürmer deutlich höher – ein klares Zeichen für verbesserte Bodenqualität. Der Boden nimmt Regenwasser besser auf und wird insgesamt durchlässiger, was Staunässe verhindert und die Wurzelatmung fördert.
Förderung des Bodenlebens
EM unterstützen das ökologische Gleichgewicht im Boden, indem sie nützliche Mikroben fördern und unerwünschte unterdrücken. In einem mit EM aktivierten Boden entwickelt sich eine vielschichtig zusammengesetzte Mikroorganismen-Population mit einem gesunden Pilzgeflecht (Mycorrhiza), das die Wurzelhaare der Pflanzen umschliesst.
Dadurch intensiviert sich der Kontakt der Pflanzen mit dem Boden. Folglich können Informationen der Pflanzen via Botenstoffe (organische Säuren, Zuckerarten) besser an die Boden-Mikroorganismen weitergegeben werden. Diese stellen dann gezielt die benötigten Nährstoffe bereit.
Wasserhaushalt und Nährstoffverfügbarkeit
Ein wesentlicher Vorteil von EM liegt in der verbesserten Wasserspeicherkapazität des Bodens. Ein durch Mikroorganismen belebter Boden speichert Wasser länger, was besonders in Trockenperioden deutlich wird. Bei Regen versickert das Wasser in einem aktivierten Boden dank des Mycorrhiza-Pilzgeflechts schneller als in einem konventionellen.
EM verbessern zudem die Verfügbarkeit der vorhandenen Bodennährstoffe für die Pflanzen. Durch die Verstoffwechslung organischer Materialien werden Nährstoffe in pflanzenverfügbare Formen umgewandelt. Dadurch erhalten die Pflanzen:
- Eine verbesserte Nährstoffverfügbarkeit
- Einen stabilen Nährstoffhaushalt
- Einen gleichmässigeren Fruchtwuchs
Reduktion von chemischen Düngern
Dank der Anwendung von Effektiven Mikroorganismen kann der Einsatz von künstlichen Düngern und Pflanzenschutzmitteln erheblich reduziert werden. Die EM-Technologie trägt zur Herstellung von natürlichem Dünger bei und verbessert gleichzeitig dessen Wirksamkeit.
Bei regelmässiger Anwendung von EM bleibt der Ertrag und die Qualität der Pflanzen trotz reduzierter Chemieanwendung gleich hoch. Tatsächlich benötigt man weniger Wasser und Ressourcen, wenn der Boden mit Mischkultur und EM aufgebaut wird.
Dies hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern führt auch zu einer Senkung der Düngemittelkosten. Durch die Anregung der Bodenorganismen werden die Vorteile der EM zum Leben erweckt und tragen zu einer umweltschonenderen Baum- und Pflanzenpflege bei.
Praktische Tipps und häufige Fehler
Bei der Anwendung von EM Mikroorganismen sind einige praktische Aspekte zu beachten, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die richtige Handhabung der Produkte trägt massgeblich zum Erfolg bei.

EM-Produkte richtig lagern
Effektive Mikroorganismen benötigen spezifische Lagerbedingungen, um ihre Wirksamkeit zu erhalten. Bewahre EM-Produkte stets kühl (12-18°C) und dunkel auf. Allerdings solltest du sie nicht im Kühlschrank lagern, da dies die Aktivität der Mikroorganismen beeinträchtigen kann. Beachte ausserdem, dass du EM-Aktivator (EMa) niemals in Glasflaschen aufbewahren solltest – bei der Lagerung können sich Gase bilden, die durch Überdruck das Glas zerbrechen könnten.
Dosierung und Mischverhältnisse
Für die Bodenverbesserung reicht meist eine 1-2%ige Lösung aus (entspricht etwa 100-200 ml EM-Aktivator auf 10 Liter Wasser). Während der Wachstumsphase solltest du EM-aktiv wöchentlich giessen. Für Blattspritzungen empfiehlt sich eine Dosierung von 20 ml auf einen Liter Wasser, die einmal wöchentlich auf Blätter und Blüten gesprüht wird.
Starkzehrende Pflanzen wie Kohl und Tomaten benötigen alle zwei bis vier Wochen eine Behandlung mit 200 ml EMa auf 10 Liter Wasser. Hingegen genügt bei Schwachzehrern wie Bohnen und Kräutern eine monatliche Anwendung.
Fehler bei der Anwendung vermeiden
Ein häufiger Fehler ist die Anwendung bei praller Sonne – EM sollten vorzugsweise morgens oder abends, bei bedecktem Himmel oder vor Regen ausgebracht werden. Dadurch gelangen die Mikroorganismen optimal in den Boden.
Bei der Bokashi-Anwendung ist zu beachten, dass das fermentierte Material einen hohen Säuregrad aufweist. Daher darf es niemals direkt mit Pflanzenwurzeln in Kontakt kommen – halte etwa 25 cm Abstand zu den Pflanzen ein. Flächendeckend eingearbeitet sollte Bokashi 14 Tage vor einer Bepflanzung werden, damit der Säuregehalt neutralisiert wird.
Fazit
Effektive Mikroorganismen bieten zweifellos eine nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Baumpflege. Diese mikroskopisch kleinen Helfer unterstützen unsere Bäume und Sträucher auf vielfältige Weise – vom Wurzelwerk bis zur Blattkrone. Besonders bemerkenswert erscheint ihre Fähigkeit, das Immunsystem der Pflanzen zu stärken und gleichzeitig die Bodenqualität zu verbessern.
Die regelmässige Anwendung von EM durch Blattspritzungen, Giessen oder Stammpflege zahlt sich langfristig aus. Deine Bäume entwickeln stärkere Wurzeln, widerstandsfähigere Blätter und zeigen eine erhöhte Toleranz gegenüber Umweltstress wie Hitze oder Trockenheit. Darüber hinaus profitiert das gesamte Gartenökosystem von einem aktiveren Bodenleben und einer verbesserten Nährstoffverfügbarkeit.
EM-Produkte lassen sich einfach in deine bestehende Gartenroutine integrieren. Allerdings solltest du auf die richtige Lagerung, Dosierung und Anwendungszeitpunkte achten. Fehler wie das Ausbringen bei praller Sonne oder falsches Mischen können die Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen.
Letztendlich stellt die Verwendung von Effektiven Mikroorganismen nicht nur eine umweltfreundliche Pflegemethode dar, sondern auch eine Investition in gesündere, vitalere Bäume und Sträucher. Du unterstützt damit natürliche Kreisläufe, anstatt sie zu stören. Demzufolge kannst du mit EM deinen Garten auf sanfte Weise pflegen und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – ganz ohne chemische Pflanzenschutzmittel oder künstliche Dünger.
FAQs
Q1. Wie oft sollte man Effektive Mikroorganismen im Garten anwenden? Für die meisten Pflanzen reicht eine wöchentliche Anwendung während der Wachstumsphase. Starkzehrende Pflanzen wie Kohl und Tomaten benötigen alle 2-4 Wochen eine Behandlung, während bei Schwachzehrern wie Kräutern eine monatliche Anwendung genügt.
Q2. Welche Vorteile bieten Effektive Mikroorganismen für Bäume und Sträucher? EM stärken das Immunsystem der Pflanzen, fördern Wurzel- und Blattwachstum und bieten natürlichen Schutz vor Pilzen und Schädlingen. Sie verbessern auch die Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit.
Q3. Wie wendet man EM bei der Baumpflege an? Es gibt verschiedene Methoden: Blattspritzungen mit verdünnter EM-Lösung, Giessen im Wurzelbereich, Auftragen von EM-Pasten auf Wunden und Einarbeiten von EM-Kompost in den Boden. Die Anwendung sollte regelmässig und je nach Methode alle 3-6 Wochen erfolgen.
Q4. Sind Effektive Mikroorganismen umweltfreundlich? Ja, EM sind eine nachhaltige Alternative zu chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Sie fördern das natürliche Bodenleben, verbessern den Wasserhaushalt und reduzieren den Bedarf an künstlichen Zusätzen.
Q5. Wie lagert man EM-Produkte richtig? EM-Produkte sollten kühl (12-18°C) und dunkel gelagert werden, jedoch nicht im Kühlschrank. Vermeiden Sie die Lagerung von EM-Aktivator in Glasflaschen, da sich Gase bilden können. Beachten Sie die Haltbarkeitsdaten und verschliessen Sie die Behälter nach Gebrauch sorgfältig.
